SCHÜTZENMATTE
Wahrnehmungen eines Ortes
Franziska Beyeler, Marianne Baumgartner
Studie 2008


Das Areal war einst Standort des Schützenhauses vor den Stadtmauern Berns, später Teil der Sternschanzenanlage und nach Schleifen der militärischen Schutzwälle Standort des repräsentativen Baus der Städtischen Reitschule mit Reitplatz.
Heute präsentiert sich das Areal weitgehend als grosser Parkplatz und liegt wie eine dem Blickfeld der Stadtentwicklung entgangene städtische Brache auf einer vom Verkehr umspülten Insel.
Als ausgedehnte unbebaute Asphaltfläche, in unmittelbarer Nähe zum Berner Hauptbahnhof und dem Stadtzentrum, wurde die Schützenmatte mit der Reithalle gleichermassen zum Un-Ort, zum praktischen Parkplatz zum Ort der heftigen Manifestation künstlerischer und politischer Alternativen.
Während seit den Jugendunruhen der 80er ein an Intensität und Agressivität  wechselhaftes politisches Seilziehen um Erhalt, Abbruch oder Umnutzung stattfindet, wollten wir uns mit unserer Studie den Nutzern und Akteuren der Schützenmatte und der heutigen und in Zukunft möglichen Rolle diese städtischen Raums zuwenden. Anhand von Befragungen vor Ort gingen wir der Frage nach, welches die Bewertungen, Ansprüche und Visionen verschiedenster Akteure sind und welche Folgerungen sich daraus für die zukünftige Entwicklung dieses urbanen Stadtraumes ergeben.