126 Pour Denise

126 Pour Denise

Umbau Wohnung

Mit Denise besichtigten wir Wohnungen in Fribourg und Biel. Sie sah gleich das Potenzial der Wohnung im Mehrparteienhaus aus den 70er Jahren. Hier in Biels pulsierendem Quartier Neustadt, nahe des Zentralplatzes, wollte sie sich für das Alter niederlassen. Praxen im 1.OG erinnern heute noch an frühere Pläne, die im Gebäude ein Ärztehaus vorgesehen hatten.

Wir beschäftigten uns mit der Aufgabe, für Denise im 2. Obergeschoss zwei Wohnungen zu einer neuen Einheit zusammenzulegen. Dabei wurden nichttragende Innenwände entfernt und durch neu eingebrachte, gekurvte Trockenbauwände ein Raumkontinuum geschaffen. Die körperhaften, im Raum platzierten Wände sind vollständig umgehbar und ihre Enden freigestellt. Lose liegen sie im Raum verteilt und fördern eine dynamische, fliessende Raumbewegung. Dennoch bieten die geschwungenen Wände Nischen und Rückzugsorte. Durch lärmabsorbierende Vorhänge kann das Raumkontinuum weiter in eigens abgetrennte Raumeinheiten gegliedert werden. Eine zusätzliche Besonderheit an den Rundungen besteht darin, dass sie den verschiedenen Raumfunktionen wie Küche, Bibliothek, Reduit und Bad angepasste Einbaumöbel aufnehmen. Sie lassen sich auch als überraschende Anlehnung an die formalen Elemente des Bestandes lesen – man erwähne nur schon die halbrunden Eternit Elemente der Fassade.

Um die Lichtsituation im Bestand zu verbessern, wurden Optimierungen an den Fensteröffnungen vorgenommen. Dünnere und beständigere Fensterprofile lassen nun das Licht merklich tiefer in das Wohnungsinnere vordringen.

Die Wände bestehen aus einem feuchtigkeitsregulierenden Lehmputz. Die Decke ist roh. Hier wurde die bestehende Betondecke mit Holzbretterstruktur freigelegt und gesäubert. Der Boden besteht in Gegenüberstellung zur kahlen Decke vollständig aus geöltem Lärchenholz. Dieses wurde im Zuge dessen auch für die Fenster und Lichtschaltereinfassungen verwendet. Weitere, vereinzelte Details wie Lichtfassungen bestehen aus gebürstetem, gewachsenem Messing.

Marianne Baumgartner
Luca Camponovo
Karl Naraghi

Projekt
Umbau und Zusammenlegung von zwei Kleinwohnungen in Biel

Statik/Nachhaltigkeit
Peter Braun, Normal office

Holzbauarbeiten
Holzart

Trockenbau/Lehmputz
Groupe Egli

Bodenbeläge
Gerber

Umbau Wohnung

Mit Denise besichtigten wir Wohnungen in Fribourg und Biel. Sie sah gleich das Potenzial der Wohnung im Mehrparteienhaus aus den 70er Jahren. Hier in Biels pulsierendem Quartier Neustadt, nahe des Zentralplatzes, wollte sie sich für das Alter niederlassen. Praxen im 1.OG erinnern heute noch an frühere Pläne, die im Gebäude ein Ärztehaus vorgesehen hatten.

Wir beschäftigten uns mit der Aufgabe, für Denise im 2. Obergeschoss zwei Wohnungen zu einer neuen Einheit zusammenzulegen. Dabei wurden nichttragende Innenwände entfernt und durch neu eingebrachte, gekurvte Trockenbauwände ein Raumkontinuum geschaffen. Die körperhaften, im Raum platzierten Wände sind vollständig umgehbar und ihre Enden freigestellt. Lose liegen sie im Raum verteilt und fördern eine dynamische, fliessende Raumbewegung. Dennoch bieten die geschwungenen Wände Nischen und Rückzugsorte. Durch lärmabsorbierende Vorhänge kann das Raumkontinuum weiter in eigens abgetrennte Raumeinheiten gegliedert werden. Eine zusätzliche Besonderheit an den Rundungen besteht darin, dass sie den verschiedenen Raumfunktionen wie Küche, Bibliothek, Reduit und Bad angepasste Einbaumöbel aufnehmen. Sie lassen sich auch als überraschende Anlehnung an die formalen Elemente des Bestandes lesen – man erwähne nur schon die halbrunden Eternit Elemente der Fassade.

Um die Lichtsituation im Bestand zu verbessern, wurden Optimierungen an den Fensteröffnungen vorgenommen. Dünnere und beständigere Fensterprofile lassen nun das Licht merklich tiefer in das Wohnungsinnere vordringen.

Die Wände bestehen aus einem feuchtigkeitsregulierenden Lehmputz. Die Decke ist roh. Hier wurde die bestehende Betondecke mit Holzbretterstruktur freigelegt und gesäubert. Der Boden besteht in Gegenüberstellung zur kahlen Decke vollständig aus geöltem Lärchenholz. Dieses wurde im Zuge dessen auch für die Fenster und Lichtschaltereinfassungen verwendet. Weitere, vereinzelte Details wie Lichtfassungen bestehen aus gebürstetem, gewachsenem Messing.

Marianne Baumgartner
Luca Camponovo
Karl Naraghi

Projekt
Umbau und Zusammenlegung von zwei Kleinwohnungen in Biel

Statik/Nachhaltigkeit
Peter Braun, Normal office

Holzbauarbeiten
Holzart

Trockenbau/Lehmputz
Groupe Egli

Bodenbeläge
Gerber

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