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077 Baugenossenschaft Waidmatt

077 Baugenossenschaft Waidmatt

Wohnen im Wald, offener Wettbewerb Stadt Zürich, 2. Preis

Das Gebiet um Affoltern erlebt derzeit seinen zweiten Wachstumsboom. Der erste Bevölkerungszuwachs in den 1940er und 1950er Jahren brachte insbesondere Strukturen aus Ein- bis Zweifamilienhäusern und kleinere Riegel hervor und liess den Dorfkern beinahe verschwinden. Nach einer Phase mit einer fast vollständigen Stagnation – abgesehen von der Erstellung einzelner Hochhäuser – folgte die zweite bis heute anhalte Wachstumsphase. Diese bietet die Möglichkeit einer verträglichen Verdichtung des bestehenden Siedlungsgebietes und eine Aufwertung der zahlreichen Freiräume um das Quartier. Die insgesamt vier Parzellen befinden sich an der breiten und stark befahrenen Wehntaler Strasse, an der Quartierstrasse Im Böden, und an der Zürcher Nordküste, dem Stadtrand zur offenen Landschaft. Es galt, den unterschiedlichen städtebaulichen Lagen der vier Parzellen und deren Anknüpfung an die verschiedenen Nachbarschaften Rechnung zu tragen. Aus diesem Grund sollte jeder der Siedlungsteile seine eigene, mit dem angrenzenden Quartier verwandte Ausformulierung kriegen. Es entstehen drei Siedlungstypologien, welche alle einen Mehrwert für die Bewohner und auch das Quartier bieten sollen. Im vorderen, flachen Siedlungsteil an der Wehntalerstrasse entsteht die Typologie einer öffentlich zugänglichen Wohngasse. Die Zweiseitige Orientierung der Wohnungen, auf die Gasse und auf den grünen Hof schafft Abwechslung und Belichtung. Eine Aussenerschliessung auf allen Geschossen stärkt die Gemeinschaft
an der Gasse. Im hinteren, durchgrünten Siedlungsteil entstehen 15 gleichartige Punktbauten. Für die teils eng stehenden Gebäude wird das Bild vom «Wohnen im Wald» proklamiert. Bestehende Bäume werden ergänzt mit
weiteren Pflanzungen. Loggien vermitteln das Wohnen in oder unter den Baumkronen. Der Wald und die Kleinteiligkeit des Aussenraumes verhindern, dass dieser zum Abstandsgrün verkommt. Die Strasse In Böden wird zum «Parkway». Als letzte Typologie entstehen am Hanggrundstück fünf Würfelhäuser. Sie bilden mit der Wohngasse ein Ensemble und vermitteln zur bestehenden Bebauung am Hang.

 

Team
Marianne Baumgartner
Kaj Blattner
Michele Broglia
Luca Camponovo
Claudia Häfeli
Dominic Wohlgemuth

 

Auftraggeber
Baugenossenschaft Waidmatt, vertreten durch Amt für Hochbauten Zürich

Projekt
Ersatzneubau von 280 Wohnungen
2017

Wohnen im Wald, offener Wettbewerb Stadt Zürich, 2. Preis

Das Gebiet um Affoltern erlebt derzeit seinen zweiten Wachstumsboom. Der erste Bevölkerungszuwachs in den 1940er und 1950er Jahren brachte insbesondere Strukturen aus Ein- bis Zweifamilienhäusern und kleinere Riegel hervor und liess den Dorfkern beinahe verschwinden. Nach einer Phase mit einer fast vollständigen Stagnation – abgesehen von der Erstellung einzelner Hochhäuser – folgte die zweite bis heute anhalte Wachstumsphase. Diese bietet die Möglichkeit einer verträglichen Verdichtung des bestehenden Siedlungsgebietes und eine Aufwertung der zahlreichen Freiräume um das Quartier. Die insgesamt vier Parzellen befinden sich an der breiten und stark befahrenen Wehntaler Strasse, an der Quartierstrasse Im Böden, und an der Zürcher Nordküste, dem Stadtrand zur offenen Landschaft. Es galt, den unterschiedlichen städtebaulichen Lagen der vier Parzellen und deren Anknüpfung an die verschiedenen Nachbarschaften Rechnung zu tragen. Aus diesem Grund sollte jeder der Siedlungsteile seine eigene, mit dem angrenzenden Quartier verwandte Ausformulierung kriegen. Es entstehen drei Siedlungstypologien, welche alle einen Mehrwert für die Bewohner und auch das Quartier bieten sollen. Im vorderen, flachen Siedlungsteil an der Wehntalerstrasse entsteht die Typologie einer öffentlich zugänglichen Wohngasse. Die Zweiseitige Orientierung der Wohnungen, auf die Gasse und auf den grünen Hof schafft Abwechslung und Belichtung. Eine Aussenerschliessung auf allen Geschossen stärkt die Gemeinschaft
an der Gasse. Im hinteren, durchgrünten Siedlungsteil entstehen 15 gleichartige Punktbauten. Für die teils eng stehenden Gebäude wird das Bild vom «Wohnen im Wald» proklamiert. Bestehende Bäume werden ergänzt mit
weiteren Pflanzungen. Loggien vermitteln das Wohnen in oder unter den Baumkronen. Der Wald und die Kleinteiligkeit des Aussenraumes verhindern, dass dieser zum Abstandsgrün verkommt. Die Strasse In Böden wird zum «Parkway». Als letzte Typologie entstehen am Hanggrundstück fünf Würfelhäuser. Sie bilden mit der Wohngasse ein Ensemble und vermitteln zur bestehenden Bebauung am Hang.

 

Team
Marianne Baumgartner
Kaj Blattner
Michele Broglia
Luca Camponovo
Claudia Häfeli
Dominic Wohlgemuth

 

Auftraggeber
Baugenossenschaft Waidmatt, vertreten durch Amt für Hochbauten Zürich

Projekt
Ersatzneubau von 280 Wohnungen
2017

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