182
Storchensiedlung
Storchensiedlung
182
Storchensiedlung
Wohnüberbauung Storchensiedlung "am Bach"
Mein Nachbar R. Mey … bleibt in den Ferien zu Hause
Die Bebauung um die Storchenwiese ist geprägt von unterschiedlichen Nutzungstypologien, überwiegend jünger als 50 Jahre. Firstdächer dominieren, Flachdächer tauchen bei Neubauten auf. Es werden vier Siedlungstypen ausgemacht, die Maßstabssprünge bewirken: ein großvolumige Klinikgebäude, ein nördliches 2-3-geschossiges Wohngebiet, ein östlich/südliches 1-geschossiges Wohngebiet sowie inselartige landschaftliche Bauten.
Die Siedlung erhält einen klaren Abschluss zur Wiesenlandschaft. Die neue Baumasse orientiert sich an der Langholzstrasse; Bauten variieren zwischen drei und vier Geschossen. Vier Haupträume gliedern das Quartier: der Storchenplatz als Quartiersplattform, zwei Gartenhöfe als Gemeinschaftsräume, die Storchenwiese mit ihrem Bachband und Waldsaum. Die Gebäudestellung erzeugt dank einer klaren Orientierung Sicht- und Wegachsen, definierte private sowie halböffentliche Räume. Gemeinschaftsräume, Hobbyflächen und Tiefgarage zentral erschlossen, fördern Interaktion und stärken die Identität der Siedlung.
Die Häuser bilden städtebaulich eine Einheit, typologisch variieren sie von klassischen Geschosswohnungen zu Maisonette-/Split-Wohnungen. Erdgeschosswohnungen haben einen privaten Aussenbereich wobei Dachwohnungen von Überhöhe und Dachlichtband profitieren. Laubengänge, Sitzgelegenheiten und halböffentliche Bereiche fördern Kommunikation und Nachbarschaft. Staffelungen und Vor-/Rücksprünge erzeugen differenzierte Grundrisse und vertikale Blickbezüge. Fassaden mit Holz, begrünte Stirnseiten und modulare Einheiten schaffen Identität und Flexibilität.
Das Projekt wird als Holzbauten mit kurzen Spannweiten und einfacher Lastabtragung gedacht, mit einem Untergeschoss in Ortbeton. PV-Anlagen werden auf den geneigten Dächern geplant, andere Dächer werden begrünt. Mechanische Komfortlüftung, saubere Systemtrennung und Tageslichtversorgung gewährleisten Wohnkomfort und Energieeffizienz. Dem Kontext entsprechend wird auch auf animal-aided Design und ökologisches Bauen geachtet.
Luca Camponovo
Marianne Baumgartner
Miranda Reynolds
Arthur Vouillamoz
Xuehan Li
Elischa Bischof
Bastien Cheseaux
Alice Proietti
Projekt: Neubau, 54 Wohnungen
Verfahren: Selektiver Projektwettbewerb für die Hinderer Liegenschaften AG, 2. Rang
Ort: Oetwill am See, Zürich
Wettbewerb: 2025
Landschaftsarchitektur: studio erde


















