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030 Casa C

030 Casa C

Umnutzung und Umbau

Die Doppelstall-Scheune liegt in Reckingen im Goms, in einem für das Oberwalliser Hochtal typischen Dorf mit einer grossen barocken Kirche. Der rund hundert jährige Blockholzbau war entsprechend der kleinteiligen Parzellierung mit einer Mittelwand in zwei Teile getrennt. Nachdem die Nutzung für Tiere im Hinblick auf die neuen Verordnungen und den programmatischen Wandel des Unterdorfes ausgeschlossen war, bot sich die Umnutzung zu einem Wohnhaus an.

Analog der traditionellen Aufteilung der Stallscheunen wurde die innere Trennung zwischen Heuboden und Stall aufrecht erhalten. Auf eine innere Verbindung von Wohnraum und Sockelgeschoss wurde bewusst verzichtet. Die beiden Scheunen wurden mit zwei Durchbrüchen durch die Mittelwand verbunden.

Der beheizte Wohnbereich springt in jeder Stallhälfte je einmal von den bestehenden Frontfassaden zurück. Es entstehen zwei offene, gebäudehohe Wohnlauben, durch welche die Dimension des alten Heubodens und seine historisch hölzerne Materialität erfahrbar bleiben. Die inneren Fassaden wurden grossflächig verglast, um den Wohnraum optisch bis an die äussere Begrenzung zu erweitern und um einen Bezug von Neubau und Altbau zu schaffen.

Der gemeinsame Wohnraum wurde als in Breite und Höhe ondulierender, kreisförmiger Ablauf verschiedener Verweilmöglichkeiten gestaltet. Drei Schlafkammern sind an den Wohnraum angegliedert.

Der Neubau wurde möglichst integral aus Holz umgesetzt. Als Kontrast zu dem dunklen Lärchenholz wurden die Wände und Decken einheitlich mit edelfurniertem Birkensperrholz verkleidet. Die Böden sind aus einheimischen Lärchenriemen gefertigt und das Dach mit handgespaltenen Lärchenschindeln gedeckt. Sämtliche Oberflächen bleiben unbehandelt und sind einem natürlichen Alterungsprozess ausgesetzt.

 

Team
Marianne Baumgartner
Luca Camponovo

 

Ingenieur
Peter Braun, Fribourg

Holzbau
holzbau weger, Münster

Bilder
©José Hevia, Barcelona

Reckingen
2010 – 2012

Umnutzung und Umbau

Die Doppelstall-Scheune liegt in Reckingen im Goms, in einem für das Oberwalliser Hochtal typischen Dorf mit einer grossen barocken Kirche. Der rund hundert jährige Blockholzbau war entsprechend der kleinteiligen Parzellierung mit einer Mittelwand in zwei Teile getrennt. Nachdem die Nutzung für Tiere im Hinblick auf die neuen Verordnungen und den programmatischen Wandel des Unterdorfes ausgeschlossen war, bot sich die Umnutzung zu einem Wohnhaus an.

Analog der traditionellen Aufteilung der Stallscheunen wurde die innere Trennung zwischen Heuboden und Stall aufrecht erhalten. Auf eine innere Verbindung von Wohnraum und Sockelgeschoss wurde bewusst verzichtet. Die beiden Scheunen wurden mit zwei Durchbrüchen durch die Mittelwand verbunden.

Der beheizte Wohnbereich springt in jeder Stallhälfte je einmal von den bestehenden Frontfassaden zurück. Es entstehen zwei offene, gebäudehohe Wohnlauben, durch welche die Dimension des alten Heubodens und seine historisch hölzerne Materialität erfahrbar bleiben. Die inneren Fassaden wurden grossflächig verglast, um den Wohnraum optisch bis an die äussere Begrenzung zu erweitern und um einen Bezug von Neubau und Altbau zu schaffen.

Der gemeinsame Wohnraum wurde als in Breite und Höhe ondulierender, kreisförmiger Ablauf verschiedener Verweilmöglichkeiten gestaltet. Drei Schlafkammern sind an den Wohnraum angegliedert.

Der Neubau wurde möglichst integral aus Holz umgesetzt. Als Kontrast zu dem dunklen Lärchenholz wurden die Wände und Decken einheitlich mit edelfurniertem Birkensperrholz verkleidet. Die Böden sind aus einheimischen Lärchenriemen gefertigt und das Dach mit handgespaltenen Lärchenschindeln gedeckt. Sämtliche Oberflächen bleiben unbehandelt und sind einem natürlichen Alterungsprozess ausgesetzt.

 

Team
Marianne Baumgartner
Luca Camponovo

 

Ingenieur
Peter Braun, Fribourg

Holzbau
holzbau weger, Münster

Bilder
©José Hevia, Barcelona

Reckingen
2010 – 2012

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